icebath.de
Menü

Naturbaden in Bayern

24 Naturbäder in Bayern

Nach Ort

Die Standorte

Altmühlsee, Seezentrum Schlungenhof – Eisbaden Bayern Die Eisbären Naturbad

Altmühlsee, Seezentrum Schlungenhof – Eisbaden Bayern Die Eisbären

91710 Gunzenhausen

Das Seezentrum Schlungenhof liegt am Ostufer des Altmühlsees bei Gunzenhausen, einem 450 Hektar großen, aber nur rund zwei Meter tiefen Speichersee. Ins Wasser geht es über einen flachen Sandstrand mit Liegewiese. Die Gruppe Eisbaden Bayern – Die Eisbären trifft sich sonntags um 10 Uhr am Spielplatz und startet um 10:30 Uhr. Rund 470 Stellplätze gibt es vor Ort, gebührenpflichtig auch im Winter. Am 6. Januar findet jedes Jahr das Dreikönigsbaden statt.

Details ansehen →
Ammersee – Dießen, Boxleranlage Naturbad

Ammersee – Dießen, Boxleranlage

86911 Dießen am Ammersee

Die Boxleranlage ist der parkartige Uferabschnitt der Dießener Seeanlagen am Südufer des Ammersees, direkt neben dem Dampfersteg. Der See ist 46,6 Quadratkilometer groß und bis 81 Meter tief. Ins Wasser geht man über die Uferzone der Parkanlage, eine eigene Badeleiter ist nicht dokumentiert. Der Bahnhof Dießen liegt direkt am See, Parken kostet nur zwischen 9 und 17 Uhr. In Dießen und Utting ist die selbstorganisierte Gruppe IceTEAM Ammersee aktiv.

Details ansehen →
Bodensee – Lindau Naturbad

Bodensee – Lindau

88131 Lindau (Bodensee)

In Lindau gibt es mehrere frei zugängliche Uferstellen, die auch im Winter offen sind. Für Eisbader praktisch ist die Karlsbastion am Schützinger Weg auf der Hinteren Insel: Dort führt eine barrierefreie Stahltreppe direkt ins Wasser. Das Strandbad Eichwald mit Sandstrand und Badesteg ist ab dem 1. Oktober für Fußgänger wieder frei zugänglich, allerdings ohne Badebetrieb. Die Stadt gibt die Wassertemperatur im Winter mit 4 bis 8 Grad an.

Details ansehen →
Chiemsee Naturbad

Chiemsee

83209 Prien am Chiemsee

Der Chiemsee ist der größte See Bayerns und liegt zwischen den Landkreisen Rosenheim und Traunstein, mit Prien am Chiemsee als bekanntestem Zugang am Westufer. Prien Tourismus listet mehrere Badeplätze rund um den See, darunter den Badeplatz Schraml und das Strandbad am Prienavera, die mit Parkplatz, Umkleiden und Toiletten ausgestattet sind.

Details ansehen →
Eisbach (Altstadt-Lehel) Naturbad

Eisbach (Altstadt-Lehel)

80538 München

Der Eisbach ist ein knapp drei Kilometer langer Seitenarm der Isar, der am Haus der Kunst in den Englischen Garten eintritt. Eisbader gehen meist ein Stück flussabwärts der bekannten Surferwelle, wo das Wasser ruhiger fließt. Das Bachbett ist rund 1,20 bis 1,50 Meter tief und steinig, die Strömung bleibt trotzdem spürbar. Stege, Umkleiden oder eigene Parkplätze gibt es nicht, am einfachsten kommt man mit U-Bahn oder Rad.

Details ansehen →
Feringasee Naturbad

Feringasee

85774 Unterföhring

Der Feringasee bei Unterföhring liegt rund 13 Kilometer vom Münchner Zentrum und ist der größte See in direkter Stadtnähe. Er wird von Grundwasser gespeist, die Wasserqualität gilt als ausgezeichnet. Einen Badesteg gibt es nicht, man geht über die flachen Uferzonen ins Wasser. Die Zufahrt läuft ausschließlich über die Erlbachstraße, Parkplätze gibt es reichlich und außerhalb der Sommersaison gebührenfrei. Die Gaststätte am See hat ganzjährig geöffnet.

Details ansehen →
Isar am Flaucher Naturbad

Isar am Flaucher

81379 München

Der Flaucher ist der naturnahe Isar-Abschnitt zwischen Flauchersteg und Braunauer Eisenbahnbrücke, mit breiten Kiesbänken, Seitenarmen und Auwald. Er ist der längste zusammenhängende Badeabschnitt im Münchner Stadtgebiet. Ins Wasser geht man über die Kiesbänke, viele kleine Buchten sind flach. Anfahrt über den Parkplatz am Tierpark Hellabrunn oder mit der U3 bis Thalkirchen, Toiletten liegen am Weg zur Isar. Der Biergarten Zum Flaucher ist direkt daneben, öffnet aber nur in der Saison.

Details ansehen →
Kirchsee Naturbad

Kirchsee

83679 Sachsenkam

Der Kirchsee bei Sachsenkam ist ein 42 Hektar großer Moorsee auf knapp 700 Metern Höhe, das Wasser ist durch Huminstoffe braun gefärbt. Am Nordufer liegt der ausgewiesene Badeplatz mit zwei großen Holzstegen, Parkplatz, Toiletten und Kiosk; eine zweite Badestelle am Südufer erreicht man nur zu Fuß oder mit dem Rad. Wegen des umgebenden Naturschutzgebiets ist nur ein kleiner Uferbereich zugänglich. Nach einem Unfall im Winter 2020/21 hat die Gemeinde das Eisbaden an der Stegstelle untersagt.

Details ansehen →
Kuhsee Augsburg Naturbad

Kuhsee Augsburg

86161 Augsburg

Der Kuhsee im Augsburger Stadtteil Hochzoll ist 16,5 Hektar groß und maximal fünf Meter tief; er entstand Anfang der 1970er aus einem Altwasserarm des Lechs. Zum Eisbaden nutzt man den Einstieg an der Oberländer Straße gegenüber der Wasserwacht-Station neben dem Spielplatz, wo das Ufer sehr flach ausläuft. Auf der Ostseite gibt es zusätzlich Kiesstrand und einen Badesteg. Zwei große Parkplätze sind kostenfrei, Umkleide und Toiletten liegen am südlichen Kiosk. Der Zugang ist ganzjährig frei.

Details ansehen →
Pfuhler See Naturbad

Pfuhler See

89233 Neu-Ulm

Der Pfuhler See ist ein rund 7,5 Hektar großer Baggersee im Wald nördlich von Pfuhl, direkt an der Donau, und maximal etwa vier Meter tief. Als Eisbade-Einstieg wird die Stelle rechts vom Kiosk genannt; der Imbiss ist im Winter geschlossen, taugt aber als Orientierungspunkt. Am See gibt es ein Wasserwacht- und Sanitärgebäude mit Umkleiden und Toiletten sowie rund 480 Stellplätze. Der Zugang ist kostenlos, die Buslinie 89 hält an der Haltestelle Pfuhl Seehalle.

Details ansehen →
Rednitz Fürth Naturbad

Rednitz Fürth

90762 Fürth

Die Rednitz fließt mitten durch Fürth und vereinigt sich dort mit der Pegnitz zur Regnitz. Zum Eisbaden trifft man sich an der Uferpromenade beim Alten Flussbad, zwischen Siebenbogenbrücke und dem Wehr an der Foerstermühle. Ins Wasser geht es über eine breite Einstiegstreppe an der Badstraße. Baden ist im Stadtgebiet auf eigene Gefahr erlaubt, allerdings gibt es zwei ausdrückliche Verbotszonen. Bei Hochwasser ist das Baden untersagt, Verstöße können teuer werden.

Details ansehen →
Riemer See Naturbad

Riemer See

81829 München

Der Riemer See ist der künstlich angelegte Badesee im Riemer Park, entstanden zur Bundesgartenschau 2005. Er misst rund zwölf Hektar und ist an der tiefsten Stelle 18 Meter tief. Am Ostufer gibt es einen flachen Kiesstrand mit Liegewiese und eine Rampe mit Haltegriffen. Süd- und Westufer sind naturnah, ein Holzsteg führt durch den Schilfgürtel. Anfahrt mit der U2 bis Messestadt Ost und rund einem Kilometer zu Fuß.

Details ansehen →
Schliersee – Fischhausen Naturbad

Schliersee – Fischhausen

83727 Schliersee

Die Badestelle Fischhausen liegt am Südufer des Schliersees zwischen Bootshäusern und ist eine der drei amtlich überwachten EU-Badestellen am See. Es gibt zwei kleine, flach abfallende Kiesstrände; die Stege dort sind Privateigentum. Vom Parkplatz Fischhausen sind es rund fünf Minuten, vom Bahnhof Fischhausen-Neuhaus etwa zwanzig. Weil das Ufer flach ist, muss man ein Stück hineinlaufen. Der Schliersee friert regelmäßig zu, eine offizielle Freigabe der Eisfläche gibt es nie.

Details ansehen →
Schwabinger Bach – Munich Hot Springs Naturbad

Schwabinger Bach – Munich Hot Springs

München

Der Schwabinger Bach zweigt im Englischen Garten rund 50 Meter nördlich der Eisbachwelle beim Japanischen Teehaus ab. Er fließt deutlich ruhiger als der Eisbach und hat am Südufer eine brauchbare Tiefe. Eingestiegen wird über eine niedrige Mauerkante, raus geht es über eine treppenartige Stufe. Hier trifft sich seit 2019 die Community Munich Hot Springs, sonntags um 11 Uhr, an starken Tagen mit bis zu 30 Leuten. Infrastruktur gibt es keine, das Baden im Englischen Garten ist offiziell untersagt.

Details ansehen →
Starnberger See – Possenhofen Naturbad

Starnberger See – Possenhofen

82343 Pöcking

Die Badestelle Possenhofen liegt am Westufer des Starnberger Sees, auf dem früheren Parkgelände von Schloss Possenhofen. Ins Wasser geht es über mehrere große Holzstege, die relativ windgeschützt liegen und für Eisbader der praktischste Einstieg sind. Das Gelände gehört der Stadt München, der Eintritt ist frei. Es gibt Umkleiden, Toiletten und zwei Kioske, die allerdings nur in der Saison öffnen. Mit der S6 bis Possenhofen sind es rund 15 Minuten zu Fuß.

Details ansehen →
Team vEItSbad e.V. – Eisschwimmen Veitsbronn Naturbad

Team vEItSbad e.V. – Eisschwimmen Veitsbronn

Veitsbronn

Team vEItSbad ist ein Eisschwimmverein in Veitsbronn im Landkreis Fürth. Trainiert wird nicht in einem See, sondern im kommunalen Freibad Veitsbad (Am Bad 1) im 50-Meter-Becken, das außerhalb der Badesaison unbeheizt bleibt. Dazu kommen Einheiten in der Rednitz und im Main-Donau-Kanal. Die Gruppe entstand 2021 aus einer Initiative von Birgit Becher und ist seit 2022 eingetragener Verein. Trainingszeiten sind mittwochs 18:30 Uhr und sonntags 10:30 Uhr.

Details ansehen →
Tegernsee – Schlosspark beim Bräustüberl Naturbad

Tegernsee – Schlosspark beim Bräustüberl

83684 Tegernsee

Der Einstieg liegt am Ostufer im Schlosspark neben dem Bräustüberl Tegernsee, am Ende der Seepromenade. Über eine Steintreppe kommt man ins Wasser, das dort recht schnell tief wird; eine große Holzbank dient zum Umziehen und Ablegen. Der Bahnhof Tegernsee ist wenige Minuten entfernt, der Parkplatz Schlossplatz liegt direkt daneben. Das Bräustüberl hat täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet und ist damit ein verlässlicher Ort zum Aufwärmen.

Details ansehen →
Tegernsee – Steg Seeglas Gmund Naturbad

Tegernsee – Steg Seeglas Gmund

83703 Gmund am Tegernsee

Der Landesteg Seeglas liegt am Nordufer des Tegernsees bei Gmund, mit Steg, Kiesstrand und Liegewiese. Der See ist 8,9 Quadratkilometer groß und bis 72 Meter tief. Parkplatz und Bushaltestelle liegen direkt daneben, die ersten zwei Stunden parken kostet nichts. Das Strandbad selbst ist von Anfang November bis Ende März geschlossen, nur der Gastrobereich bleibt offen. Die Eisschwimmergruppe der Region trifft sich samstags am Steg bei Gut Kaltenbrunn gegenüber.

Details ansehen →
Walchensee Naturbad

Walchensee

82432 Kochel am See

Der Walchensee bei Kochel ist mit 189 Metern der tiefste Alpensee Deutschlands und liegt auf 801 Metern Höhe. Als Eisbade-Einstieg ist die Badewiese an der Seestraße im Ort Walchensee ausgewiesen; daneben gibt es offizielle Badestellen am Westufer, bei Einsiedl, an der Halbinsel Zwergern und beim Maibaum. Die Ufer sind meist kiesig, je nach Wasserstand aber steil, denn das Kraftwerk lässt den Pegel um mehrere Meter schwanken. Parken kostet tagsüber 1 Euro je halbe Stunde.

Details ansehen →
Waldschwaigsee Naturbad

Waldschwaigsee

85757 Karlsfeld

Der Waldschwaigsee bei Karlsfeld ist ein elf Hektar großer Baggersee im Dachauer Moos, 1971 beim Kiesabbau für die B471 entstanden. Er ist über 14 Meter tief und entsprechend kalt. Zum Eisbaden nutzt man den Steg mit Leiter am DLRG-Haus, daneben steht eine Bank für die Kleidung. Vor Ort gibt es einen Kiosk und öffentliche Toiletten, die Ufer sind naturbelassene Wiesen. Parkplätze sind knapp, besser mit der S2 und dem Rad anreisen.

Details ansehen →
Westbad Nürnberg – Eisbaden-Termine Naturbad

Westbad Nürnberg – Eisbaden-Termine

90419 Nürnberg

Das Westbad an der Wiesentalstraße ist ein beheiztes städtisches Freibad im Nürnberger Pegnitztal. Einmal im Jahr, vor dem eigentlichen Saisonstart, öffnet es an einzelnen Terminen im April zum Eisbaden: Das Wasser liegt dann bei 11 bis 13 Grad. 2026 waren das der 2., 9. und 10. April, jeweils 13 bis 17 Uhr, Ticket 5,60 Euro und nur online erhältlich. Dazu gibt es ein angeleitetes Aufwärmprogramm. Im Winter selbst ist das Bad geschlossen.

Details ansehen →
Wöhrsee – Serwus Burghausen e.V. Naturbad

Wöhrsee – Serwus Burghausen e.V.

84489 Burghausen

Der Wöhrsee unterhalb der Burg Burghausen ist ein aufgestauter Salzach-Altarm, gut neun Hektar groß und nur 3,7 Meter tief. Die Stadt richtet dort jeden Winter einen Winterbadeplatz ein: fünf markierte 25-Meter-Bahnen zwischen Stegen, Sicherungsleinen, flache Stufen und Leitern ins Wasser, dazu Umkleidekabinen und Infrarotkabinen zum Aufwärmen. Geöffnet ist täglich von 8 bis 19 Uhr bis Ende März, der Eintritt ist frei.

Details ansehen →
Wörthsee – Badegelände Oberndorf (Bachern) Naturbad

Wörthsee – Badegelände Oberndorf (Bachern)

82237 Wörthsee

Das Badegelände Oberndorf am Westufer des Wörthsees ist mit gut zehn Hektar das größte am See. Drei lange Holzstege reichen weit hinaus, sie wurden gebaut, um den Schilfgürtel zu schonen, und führen über Leitern ins Wasser. Dahinter liegt eine große Liegewiese mit Schattenbäumen. Parkplätze gibt es rund 800. Kiosk und Sommergaststätte laufen nur von Mai bis September, im Winter ist das Gelände ohne Betrieb.

Details ansehen →
Isar an der Weideninsel / Reichenbachbrücke Naturbad

Isar an der Weideninsel / Reichenbachbrücke

München

Die Weideninsel entstand bei der Isar-Renaturierung zwischen Wittelsbacher- und Reichenbachbrücke und hat dort einen ruhigeren Seitenarm geschaffen. Kiesstrände und flache Uferbereiche erleichtern den Einstieg, an der Insel gibt es Treppen, auf denen man Kleidung ablegen kann. Baden ist in diesem Abschnitt nur auf der Ostseite erlaubt. Die Strömung ist hier stärker als in den Bächen des Englischen Gartens. Nächste Station ist die U-Bahn Fraunhoferstraße, Parkplätze gibt es keine.

Details ansehen →

Naturbaden in Bayern: was du wissen solltest

Bayern führt das Verzeichnis beim Naturbaden mit 26 Badestellen an, mehr als jedes andere Bundesland, bundesweit sind 130 erfasst. Sie verteilen sich auf 20 Orte, allein sieben liegen in München, dazu je eine in Unterföhring und Karlsfeld. Von einer Stelle zur nächsten sind es im Mittel 8,9 Kilometer. Enger beieinander liegen die Stellen nur in Baden-Württemberg, dort sind es 4,9 Kilometer, das Land kommt allerdings auf 21 Einträge, Niedersachsen auf 16. Jede fünfte Badestelle im Verzeichnis liegt damit in Bayern.

Preise stehen in 9 Angaben. Die Hälfte davon liegt zwischen 5,60 und 8 Euro, der mittlere Wert bei 6 Euro. Nach unten reicht die Spanne bis 5 Euro, nach oben bis 128 Euro. Hinter den Zahlen stecken unterschiedliche Leistungen, was genau für deine Stelle gilt, sagt dir erst der einzelne Eintrag.

Wassertemperaturen und Bewertungen sind für die bayerischen Stellen bisher nicht hinterlegt. Wer die Kälte lieber planbar mag: Für Bayern führt das Verzeichnis zusätzlich 17 Eisbäder und 31 Kältekammern.

Zum Weiterlesen Eisbaden für Anfänger: die ersten vier Wochen Wie du anfängst, wie lange du bleibst und worauf du am offenen Gewässer achten solltest.

Häufige Fragen

Wie kalt werden die Seen in Bayern im Winter? +

In bayerischen Seen liegen die Wassertemperaturen von Dezember bis März typischerweise zwischen etwa einem und fünf Grad. Tiefe Alpen- und Voralpenseen wie Walchensee, Tegernsee oder Starnberger See kühlen langsamer ab, bleiben dafür lange kalt und liegen oft um vier Grad, weil Wasser bei dieser Temperatur am schwersten ist und sich unten sammelt. Flache Gewässer wie der Altmühlsee bei Gunzenhausen oder der Wöhrsee in Burghausen reagieren dagegen schnell auf Kälteeinbrüche und können bei Dauerfrost gegen null Grad gehen. Fließgewässer wie Isar, Eisbach und Rednitz liegen im Hochwinter meist im einstelligen unteren Bereich, kühlen aber durch die Strömung den Körper schneller aus als stehendes Wasser.

Frieren die bayerischen Seen im Winter zu? +

Kleine und flache Gewässer wie Moorseen, Baggerseen oder Stauseen bekommen in kalten Wintern regelmäßig eine Eisdecke, der Kirchsee bei Sachsenkam und der Altmühlsee sind dafür Beispiele. Die großen und tiefen Seen frieren dagegen nur noch selten komplett zu: Der Walchensee war zuletzt 1980 vollständig überfroren, der Tegernsee 2012, meist bildet sich Eis nur in windgeschützten Buchten. Für Eisbaderinnen und Eisbader heißt das, dass an den tiefen Seen fast immer offenes Wasser zu finden ist, an kleinen Weihern aber ein Loch geschlagen oder freigehalten werden muss. Betritt eine Eisdecke grundsätzlich nicht, um ein Badeloch zu erreichen - die Tragfähigkeit ist von außen nicht zu beurteilen.

Ist Eisbaden in Bayern überall erlaubt? +

Das Bayerische Wassergesetz erlaubt im Rahmen des Gemeingebrauchs grundsätzlich jedem, oberirdische Gewässer unentgeltlich und ohne Genehmigung zum Baden zu nutzen; auch Eissport zählt ausdrücklich dazu. Ausgenommen sind unter anderem Gewässer in Hofräumen, Gärten, Park- und Betriebsanlagen sowie Fischteiche. Dazu kommen örtliche Einschränkungen: Naturschutz- und Vogelschutzgebiete, Schilfzonen, Hafen- und Schifffahrtsbereiche, Wasserschutzgebiete sowie Bereiche, in denen Kommunen per Verordnung ein Badeverbot ausgesprochen haben. Achte vor Ort auf die Beschilderung, und halte dich im Zweifel an die eingeführten Einstiege, die auch im Verzeichnis genannt sind.

Wann beginnt und endet die Eisbade-Saison in Bayern? +

Die meisten Gruppen starten im Oktober oder November, wenn die Wassertemperatur unter etwa zehn Grad fällt, und baden bis in den März oder April. Wer sich langsam gewöhnen will, steigt schon im September ein und bleibt über den Herbst dabei - das Abhärten über mehrere Wochen ist deutlich verträglicher als der erste Sprung ins Vier-Grad-Wasser im Januar. Die kältesten Wochen liegen in Bayern üblicherweise zwischen Mitte Januar und Mitte Februar. Feste Veranstaltungstermine gibt es vor allem um den Jahreswechsel; einzelne Bäder wie das Westbad Nürnberg bieten Eisbade-Termine sogar erst im Frühjahr an.

Worauf muss man beim Eisbaden in Isar, Eisbach und anderen bayerischen Flüssen achten? +

Fließgewässer sind deutlich anspruchsvoller als Seen: Strömung, wechselnde Wassertiefen, Wehre, Treibholz und rutschige Steine sind die Hauptrisiken, und die Stadt München weist genau darauf für die Isar hin. Geh nur dort hinein, wo du stehen kannst und einen klaren Ausstieg flussabwärts siehst, und meide den Bereich unmittelbar an der Eisbachwelle und an Wehren. Nach Regen, bei Schneeschmelze und bei erhöhtem Pegel sollte man gar nicht ins Wasser. Kaltes Fließwasser entzieht dem Körper schneller Wärme als stehendes Wasser, deshalb sind die Aufenthaltszeiten im Fluss kürzer anzusetzen als im See.

Gibt es in Bayern Vereine oder Gruppen, bei denen man mitmachen kann? +

Ja, die Szene ist in Bayern gut organisiert. In München hat die SG Stadtwerke seit der Saison 2024/25 eine eigene Abteilung Eisschwimmen mit leistungsorientiertem Training, die Isarhechte betreiben die kleine Gruppe Ice Babies, und Munich Hot Springs trifft sich am Schwabinger Bach. Außerhalb Münchens gibt es unter anderem Team vEItSbad in Veitsbronn, die Eisbären am Altmühlsee und Serwus Burghausen am Wöhrsee. Für Anfängerinnen und Anfänger ist der Einstieg über eine Gruppe klar zu empfehlen, weil jemand an Land steht und die Aufenthaltszeit im Blick behält.

Braucht man für das Eisbaden in Bayern eine Anmeldung oder Genehmigung? +

An frei zugänglichen Seen und Flüssen brauchst du in der Regel nichts anzumelden, das Baden fällt unter den Gemeingebrauch. Anders sieht es bei organisierten Terminen aus: Vereinstrainings setzen meist eine Mitgliedschaft oder zumindest eine vorherige Kontaktaufnahme voraus, und Eisbade-Termine in kommunalen Bädern wie dem Westbad Nürnberg oder dem Veitsbad laufen über feste Termine mit Anmeldung und Eintritt. Auch der von der Stadt Burghausen eingerichtete Winterbadeplatz am Wöhrsee hat eigene Nutzungsregeln. Wer zum ersten Mal zu einer Gruppe stößt, meldet sich am besten vorab, weil viele Treffen wetterabhängig verschoben werden.

Welche Ausrüstung ist beim Eisbaden in Bayern sinnvoll? +

Zur Grundausstattung gehören Neoprenschuhe und Neoprenhandschuhe, eine warme Mütze und ein großes Handtuch oder ein Bademantel. An steinigen Alpenseeufern und in Flüssen wie der Isar sind feste Schuhe im Wasser fast unverzichtbar, weil die Steine glatt und scharfkantig sind. Wichtig ist außerdem trockene, weite Kleidung zum schnellen Anziehen danach, am besten in Schichten und mit warmen Socken, sowie eine Thermoskanne mit Heißgetränk. Bei den Hochlagen-Seen wie Walchensee und Kirchsee lohnt sich zusätzlich windfeste Oberbekleidung, weil der Wind das Auskühlen an Land deutlich beschleunigt.

Wo kann man sich nach dem Eisbaden in Bayern aufwärmen? +

An den bekannten Seen liegen Gaststätten oder Cafés meist in Gehweite, etwa das Bräustüberl direkt am Einstieg im Tegernseer Schlosspark oder die Gastronomie an den Seezentren am Altmühlsee. Viele Gruppen bringen zusätzlich Thermoskannen mit und wärmen sich erst einmal an Land auf. Die Faustregel lautet, sich nicht sofort in heißes Wasser oder eine heiße Dusche zu setzen, sondern langsam durch trockene Kleidung, Bewegung und warme Getränke wieder hochzukommen. Das sogenannte Afterdrop, also das weitere Absinken der Körperkerntemperatur nach dem Ausstieg, tritt oft erst einige Minuten später auf.

Ist Eisbaden allein gefährlich? +

Ja, und die Empfehlung aller Rettungsorganisationen lautet eindeutig, nie allein ins kalte Wasser zu gehen. Der Kälteschock löst in den ersten Minuten einen unkontrollierten Atemreflex aus, auf den auch trainierte Schwimmer keinen Einfluss haben, und er kann Herzrhythmusstörungen auslösen. Dazu kommt die Unterkühlung, die die Bewegungsfähigkeit einschränkt, bis Schwimmbewegungen nicht mehr möglich sind. Spätestens wenn du zitterst oder starke Schmerzen in Fingern und Zehen spürst, gehört man aus dem Wasser - und jemand sollte das von Land aus mitverfolgen.

Was macht man, wenn der Lieblingssee zugefroren oder nicht erreichbar ist? +

Eine Alternative sind ganzjährig oder saisonal geöffnete Freibäder: Das Veitsbad in Veitsbronn wird außerhalb der Badesaison von Team vEItSbad genutzt, das Westbad Nürnberg bietet einzelne Eisbade-Termine an. Tiefe Seen wie Walchensee, Tegernsee, Starnberger See, Ammersee und Bodensee bleiben dagegen praktisch immer offen und sind die verlässlichere Wahl bei Dauerfrost. Auch die Münchner Fließgewässer Isar, Eisbach und Schwabinger Bach frieren wegen der Strömung nicht zu. Wer gar kein Naturgewässer erreicht, kann die Kältegewöhnung übergangsweise mit kalten Duschen oder einer heimischen Wanne aufrechterhalten.

Wie kommt man in Bayern ohne Auto zu den Eisbade-Stellen? +

Viele der eingeführten Stellen sind bewusst so gewählt, dass sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Der Tegernsee und der Schliersee liegen an der Bahnstrecke aus München, der Starnberger See und der Ammersee an S-Bahn-Linien, und die Münchner Isar-Abschnitte sowie der Eisbach im Englischen Garten sind innerstädtisch gut angebunden. Am Steg Seeglas in Gmund und an mehreren Seezentren liegen Bushaltestellen in Gehweite. Im Winter solltest du allerdings einplanen, dass Zuwege, Stege und Treppen vereist sein können und Parkplätze in Hochlagen nicht immer geräumt sind.

Auch in Bayern

← Alle Naturbäder