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Naturbaden in Hessen

3 Naturbäder in Hessen

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Die Standorte

Neujahrsschwimmen Edersee Naturbad

Neujahrsschwimmen Edersee

34549 Edertal / Waldeck

Am Edersee findet am 1. Januar das traditionelle Neujahrsschwimmen statt, veranstaltet vom Bürgerverein Hemfurth-Edersee. Treffpunkt ist die Ostseite der Staumauer beim Terrassenhotel, dort beginnt ab elf Uhr die Anmeldung. Am Nachmittag folgt ein Aufwärmprogramm, bevor der Bürgermeister das Startsignal für den Sprung in den winterlichen Stausee gibt. Kostüme sind erwünscht, die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Parkmöglichkeiten gibt es in Hemfurth und an der Staumauer.

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Ice Dippers Frankfurt am Walldorfer See Naturbad

Ice Dippers Frankfurt am Walldorfer See

64546 Mörfelden-Walldorf

Der Walldorfer See ist ein rund 17 Hektar großer Baggersee südlich von Frankfurt bei Mörfelden-Walldorf. Am Südufer liegen zwei größere Badebuchten mit Wiese und Sandabschnitten, weitere kleine Buchten finden sich am Ost- und Nordufer. Der gebührenpflichtige Parkplatz wird über die Aschaffenburger Straße oder die B44 angefahren, der Zugang zur Badestelle selbst ist frei. Die Gruppe Ice Dippers Frankfurt trifft sich hier nach eigenen Angaben samstags um neun Uhr, die Teilnahme ist kostenlos.

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Naturbaden in Hessen: was du wissen solltest

Hessen führt im Verzeichnis 3 Badestellen im Freien, je eine in Mörfelden-Walldorf, in Edertal und in Limburg an der Lahn. Von einer zur nächsten sind es im Mittel 56,5 Kilometer, in Baden-Württemberg dagegen 4,9 und in Niedersachsen 22,0. Das Netz ist hier also weit gespannt, eine Fahrt gehört meist dazu.

Preise nennt keiner der drei Einträge, Wassertemperaturen stehen nicht dabei, und Bewertungen liegen bisher nicht vor. Namentlich geht es um den Walldorfer See, den Edersee und die Lahn in Limburg. Mehr als eine Stelle pro Ort gibt es nicht, die drei Orte teilen sich die drei Einträge.

Für Hessen führt das Verzeichnis zusätzlich 21 Kältekammern und 6 Eisbäder. Wenn du nicht gerade in der Nähe einer der drei Stellen wohnst, ist eine dieser Adressen oft der kürzere Weg. Bundesweit stehen im Verzeichnis 130 Badestellen im Freien, angeführt von Bayern mit 26, Baden-Württemberg mit 21 sowie Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit je 16.

Zum Weiterlesen Eisbaden für Anfänger: die ersten vier Wochen Wie du anfängst, wie lange du bleibst und worauf du am offenen Gewässer achten solltest.

Häufige Fragen

Wie kalt wird das Wasser in Hessen im Winter? +

Hessen ist klimatisch zweigeteilt: Die Baggerseen im Rhein-Main-Gebiet um Frankfurt, Mörfelden-Walldorf und Langen liegen in einer der mildesten Regionen Deutschlands und erreichen im Hochwinter meist 3 bis 6 Grad. In Nordhessen, im Vogelsberg, in der Rhön und im Waldecker Land wird es spürbar kälter, dort sind Werte um 1 bis 3 Grad im Januar und Februar normal. Fließgewässer wie Lahn, Fulda und Main bleiben durch die Strömung meist knapp über dem Gefrierpunkt. Ein Wasserthermometer am Einstieg ist zuverlässiger als jede Vorhersage.

Was ist am Edersee im Winter besonders zu beachten? +

Der Edersee ist ein Stausee, der im Winterhalbjahr planmäßig abgesenkt wird, um Hochwasserrückhalteraum zu schaffen und die Weser zu speisen. Dadurch verändert sich die Uferlinie stark: Es entstehen weite Schlamm- und Geröllflächen, alte Wegereste, Baumstümpfe und Mauerreste der überfluteten Dörfer liegen frei, und der Einstieg kann weit vom gewohnten Strand entfernt sein. Der Grund ist stellenweise tief schlammig, was beim Herausgehen mit kalten Beinen gefährlich wird. Gehe deshalb nur an bekannten, festen Einstiegen ins Wasser und nutze möglichst organisierte Termine mit ortskundiger Begleitung.

Ist Eisbaden in Hessen überall erlaubt? +

Nein. Baden ist an Gewässern erlaubt, an denen es nicht durch den Eigentümer, die Kommune oder eine Schutzgebietsverordnung untersagt ist. An vielen hessischen Baggerseen, Trinkwassertalsperren und Naturschutzgebieten gibt es ausdrückliche Badeverbote. Bei Talsperren, die der Trinkwasserversorgung dienen, ist Baden grundsätzlich tabu. Auch bei ausgewiesenen Badeseen gilt das Betreten im Winter teils nur auf eigene Gefahr, weil keine Aufsicht da ist. Prüfe die Beschilderung vor Ort; ein Verbot gilt im Januar genauso wie im Juli.

Darf man in Lahn, Main und Fulda eisbaden? +

Der Main ist auf seiner hessischen Strecke Bundeswasserstraße mit Berufsschifffahrt und Staustufen; dort ist Baden im Bereich von Schleusen, Wehren, Brücken und Hafeneinfahrten verboten und insgesamt sehr riskant. Lahn und Fulda sind ruhiger, aber auch dort gelten Verbote an Wehren, Schleusen und Kraftwerksausläufen, und die Sogwirkung an Wehren unterschätzt man leicht. Das bekannte Fackelschwimmen in der Lahn bei Limburg findet aus gutem Grund als organisierte Veranstaltung mit Wasserrettung statt. Wer im Fluss badet, bleibt in Ufernähe, kennt die Ausstiegsstelle vorher und geht nie allein.

Wann beginnt und endet die Eisbade-Saison in Hessen? +

Die kalte Phase reicht etwa von Mitte Dezember bis Anfang März, mit den niedrigsten Wassertemperaturen meist im Februar. Der sinnvolle Einstieg liegt aber schon im September: Wer ab Spätsommer regelmäßig ins Wasser geht, kühlt gemeinsam mit dem See ab und tut sich im Winter deutlich leichter. Die bekannten hessischen Termine häufen sich rund um Silvester und Neujahr, etwa am Edersee und in Limburg. Viele Gruppen im Rhein-Main-Gebiet schwimmen das ganze Jahr durch, damit die Kälteanpassung nicht verloren geht.

Welche hessischen Gewässer frieren zu? +

Im Rhein-Main-Gebiet bleibt das Wasser in den meisten Wintern offen; die tiefen Baggerseen dort haben genug Wärmespeicher und vereisen höchstens am Rand. In der Rhön, im Vogelsberg und im Hohen Westerwald können kleine Weiher und Teiche dagegen durchaus eine geschlossene Decke bilden. Große Stauseen wie der Edersee frieren wegen Tiefe und Wasserbewegung selten vollständig zu. Wo Eis liegt, gilt: nicht betreten, kein Loch schlagen. Der Wiedereinstieg aus einem Eisloch ist der gefährlichste Teil.

Gibt es in Hessen Gruppen, bei denen man mitschwimmen kann? +

Ja. Im Rhein-Main-Gebiet sind mehrere Kaltwassergruppen aktiv, die sich regelmäßig an den Baggerseen südlich von Frankfurt treffen, dazu kommen Vereins- und Feuerwehrveranstaltungen wie die Neujahrsschwimmen am Edersee und in Limburg. Viele Treffs organisieren sich über Messenger und Social Media und nehmen Gäste ohne Anmeldung mit. In Nordhessen und in Kassel finden sich kleinere, lose Gruppen. Für den Einstieg ist der Anschluss an eine bestehende Gruppe die sicherste Variante, weil jemand mit Erfahrung dich im Blick behält.

Braucht man eine Genehmigung oder Anmeldung? +

Für ein privates Bad an einem freigegebenen See brauchst du keine Behördengenehmigung, wohl aber das Einverständnis des Betreibers beziehungsweise ein fehlendes Badeverbot. Für organisierte Veranstaltungen sieht es anders aus: Neujahrsschwimmen in Flüssen werden mit Ordnungsbehörden, Wasserrettung und Gewässereigentümern abgestimmt, und Teilnehmende müssen sich in der Regel vorab anmelden. Oft gelten dabei Mindestalter, Schwimmnachweis und eine Gesundheitserklärung. Bei Seegeländen mit Zaun oder Schranke lohnt eine Nachfrage, ob im Winter überhaupt geöffnet ist.

Wo kann man sich nach dem Eisbaden in Hessen aufwärmen? +

Zuerst durch Bewegung und von innen: trockene Kleidung in Schichten, Mütze, heißes Getränk und fünfzehn bis zwanzig Minuten zügiges Gehen bringen den Kreislauf verlässlich zurück. Eine sofortige heiße Dusche ist ungünstig, weil die Blutgefäße sich schlagartig weiten und das Afterdrop-Gefühl verstärkt wird. Bei den bekannten Veranstaltungen am Edersee und in Limburg gibt es meist beheizte Zelte, Umkleiden oder eine Gastronomie in Laufweite. An den Rhein-Main-Baggerseen bringen viele Gruppen eine mobile Sauna mit oder treffen sich anschließend in einem Café.

Welche Ausrüstung ist in Hessen sinnvoll? +

Neoprenschuhe sind am Edersee wegen Geröll, Baumstümpfen und Schlamm im abgesenkten Uferbereich besonders wichtig, an den Baggerseen wegen scharfkantiger Muscheln und Steinen. Dazu gehören Mütze, Neoprenhandschuhe für die Eingewöhnung, ein Wasserthermometer, reichlich trockene Wechselsachen und ein Badeponcho zum Umziehen im Freien. Eine Schwimmboje in Signalfarbe macht dich sichtbar, eine Stirnlampe ist wegen der frühen Dämmerung ab Dezember sinnvoll. In Flüssen gehört außerdem eine Person an Land dazu, die den Einstieg und Ausstieg im Blick hat.

Ist Eisbaden allein gefährlich? +

Ja, allein zu baden ist das größte vermeidbare Risiko. In den ersten dreißig Sekunden löst der Kälteschock unwillkürliches Luftschnappen und Hyperventilation aus; danach verlierst du binnen Minuten Kraft und Feinmotorik, und der Ausstieg über ein schlammiges oder steiniges Ufer wird zum Problem. Geh deshalb immer zu zweit oder in einer Gruppe, bleib in stehtiefem Wasser und verzichte auf Distanzschwimmen. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder in der Schwangerschaft gehört vorher ein ärztliches Gespräch dazu.

Was macht man, wenn der See zugefroren oder abgelassen ist? +

Eine geschlossene Eisdecke ist ein Abbruchgrund, kein Hindernis, das man mit der Axt löst. Das Eis trägt selten gleichmäßig und der Wiedereinstieg ohne Leiter und Sicherung ist lebensgefährlich. Bei stark abgesenktem Edersee weichen viele Gruppen auf die tieferen Buchten oder auf andere Gewässer aus. Als Ersatz funktionieren im Rhein-Main-Gebiet die dortigen Baggerseen, die fast nie vereisen, oder zu Hause Eistonne, Wannenbad und kalte Dusche, um die Anpassung zu halten. Einige Freibäder und Naturbäder in Hessen bieten im Winter feste Eisbade-Termine mit Aufsicht an.

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