Wie kalt werden die Hamburger Gewässer im Winter?
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In den Hamburger Badeseen liegen die Wintertemperaturen typischerweise zwischen null und vier Grad. Große und tiefe Baggerseen wie der Hohendeicher See in Ochsenwerder oder der Öjendorfer See halten sich länger etwas über dem Gefrierpunkt, während flachere Gewässer wie der Stadtparksee schneller auskühlen. Die Elbe am Elbstrand in Övelgönne bewegt sich im Winter meist im niedrigen einstelligen Bereich, liegt durch den ständigen Wasseraustausch mit der Nordsee aber selten ganz am Gefrierpunkt. Weil in der Elbe Strömung herrscht, kühlt der Körper dort schneller aus als in einem See gleicher Temperatur.
Worauf muss man beim Eisbaden in der Elbe unbedingt achten?
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Die Elbe ist der anspruchsvollste Ort in dieser Liste. Die größte Gefahr geht von der starken Strömung und vom Schiffsverkehr aus: Bei auflaufendem Wasser erreicht die Strömung bis zu sieben Kilometer pro Stunde, während gute Schwimmer nur etwa drei Kilometer pro Stunde schaffen. Große Schiffe erzeugen beim Vorbeifahren erst einen Sog und dann Wellenschlag, der auch am Strand von Övelgönne Menschen von den Beinen reißen kann. Hinzu kommt die sehr geringe Sicht, die Rettung im Notfall erschwert - Hamburg warnt am gesamten Elbstrand mit Schildern vor Lebensgefahr.
Ist Baden in der Elbe überhaupt erlaubt?
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Im Hamburger Stadtgebiet ist das Baden in der Elbe außerhalb eines Teils des Hafenbereichs nicht ausdrücklich verboten - erlaubt ist es letztlich nur deshalb, weil es nie förmlich untersagt wurde. Die Elbe ist allerdings kein ausgewiesenes Badegewässer, wird nicht als solches überwacht, und Behörden wie Feuerwehr und Umweltbehörde raten ausdrücklich vom Baden ab. Wer dort trotzdem eisbadet, tut das auf eigene Gefahr und sollte in Ufernähe bleiben, nur bis Stehtiefe gehen und sich nicht vom Ufer lösen. Im Hafenbereich und im Fahrwasser ist Baden untersagt.
Welche Rolle spielt die Tide am Elbstrand?
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Der Elbstrand ist tidenabhängig: Bei Niedrigwasser liegt eine breite Sandfläche frei, bei Hochwasser reicht das Wasser bis an die Uferbefestigung, und der Wasserstand ändert sich im Tagesverlauf um mehrere Meter. Für einen kurzen Einstieg ist die Phase um das Stauwasser, also kurz vor dem Kentern der Tide, am ruhigsten; bei starkem Ebbstrom sollte man gar nicht ins Wasser. Prüf vorher den Gezeitenkalender für den Hamburger Pegel und leg deine Sachen so ab, dass sie bei steigendem Wasser nicht nass werden. Achte außerdem auf anfahrende Schiffe, weil deren Wellen erst mit Verzögerung am Strand ankommen.
Frieren die Hamburger Seen im Winter zu?
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In kalten Wintern bekommen die flacheren Gewässer eine Eisdecke, dazu zählen der Stadtparksee und Teile des Allermöher Sees. Tiefe Baggerseen wie der Hohendeicher See und der Öjendorfer See frieren deutlich seltener komplett zu, dort bildet sich meist nur Randeis. Die Elbe friert wegen Strömung, Tide und Brackwasseranteil praktisch nie zu, kann bei strengem Frost aber Treibeis führen. Betritt Eisflächen grundsätzlich nicht, und geh nicht ins Wasser, wenn Eisschollen treiben.
Ist Eisbaden an den Hamburger Seen erlaubt?
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An den offiziell ausgewiesenen Badestellen ist das Baden zulässig, etwa an den beiden Badestellen des Hohendeicher Sees, an den beiden Stellen am Nordost- und Südostufer des Öjendorfer Sees und am Allermöher See. Außerhalb der Badesaison ist keine Aufsicht im Dienst, du badest also auf eigene Gefahr. Nicht gebadet werden darf in Hafen- und Fahrwasserbereichen, in Wasserschutzgebieten sowie dort, wo Schilder es untersagen. Am Naturbad Stadtparksee gilt der Badbetrieb von Bäderland mit eigenen Öffnungszeiten, die außerhalb der Saison abweichen - erkundige dich vorher.
Gibt es in Hamburg Gruppen, bei denen man mitmachen kann?
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Ja. Die Eisbademeisters Hamburg treffen sich am Elbstrand in Övelgönne auf Höhe des Restaurants Strandperle; die Saison startet im November, gebadet wird etwa einmal pro Woche, je nach Bedingungen. Der Vorteil einer Gruppe ist an der Elbe besonders groß, weil jemand an Land bleibt, den Schiffsverkehr im Blick hat und die Zeit stoppt. An den Baggerseen in den Vier- und Marschlanden und am Öjendorfer See treffen sich zusätzlich lose Gruppen. Meld dich vor dem ersten Termin kurz an, weil Treffen wetter- und tideabhängig verschoben werden.
Wann beginnt und endet die Eisbade-Saison in Hamburg?
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Die Hamburger Gruppen starten meist im November und baden bis in den März oder April. Wer sanft einsteigen will, beginnt schon im September oder Oktober und lässt sich mit den fallenden Temperaturen mit abkühlen - das ist deutlich verträglicher als der erste Einstieg mitten im Winter. Die kältesten Wochen liegen üblicherweise zwischen Mitte Januar und Mitte Februar. In der Elbe hängt die tatsächliche Gelegenheit zusätzlich von der Tide ab, weshalb Termine oft kurzfristig angesetzt werden.
Welche Ausrüstung ist in Hamburg sinnvoll?
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Neoprenschuhe sind am Elbstrand fast Pflicht, weil der Grund Steine, Muschelschalen und gelegentlich Scherben enthält und der Sand bei Frost hart und kalt ist. Dazu gehören Neoprenhandschuhe, eine warme Mütze und ein Badeponcho oder Bademantel, unter dem man sich im Wind umziehen kann. Eine Sitzunterlage verhindert das Stehen im kalten Sand, und eine Stirnlampe hilft, weil im Winter früh die Dunkelheit einsetzt. Leg die Wechselkleidung vor dem Bad in der richtigen Reihenfolge bereit, weil die Hände danach kaum noch funktionieren.
Wo kann man sich nach dem Eisbaden in Hamburg aufwärmen?
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In Övelgönne liegt die Gastronomie am Elbstrand direkt am Treffpunkt, sodass ein warmer Platz in wenigen Minuten erreichbar ist; im Winter sind die Öffnungszeiten allerdings eingeschränkt. An den Badeseen arbeiten die Gruppen meist mit Thermoskanne, trockener Kleidung und Bewegung, teilweise gibt es an den bewirtschafteten Stellen Umkleiden. Dusch nicht sofort heiß, sondern wärm dich langsam über trockene Schichten und warme Getränke auf. Der Afterdrop, das weitere Absinken der Körperkerntemperatur, setzt erst einige Minuten nach dem Ausstieg ein.
Ist Eisbaden allein gefährlich?
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Ja, und in Hamburg gilt das besonders für die Elbe. Der Kälteschock löst in den ersten Minuten einen unkontrollierten Atemreflex aus, auf den auch trainierte Wassersportler keinen Einfluss haben und der zu Herzrhythmusstörungen führen kann; die DLRG weist darauf hin, dass gerade erfahrene Wassersportler häufig betroffen sind. In der Elbe kommen Strömung, Sog und schlechte Sicht dazu, die eine Rettung erheblich erschweren. Geh deshalb nie allein ins Wasser, bleib in Stehtiefe und steig spätestens beim ersten Zittern aus.
Wie ist die Wasserqualität in Hamburg im Winter?
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An den ausgewiesenen Badeseen wird die Wasserqualität während der Badesaison regelmäßig beprobt, im Winter liegen aktuelle Werte in der Regel nicht vor. Für die Elbe gilt etwas anderes, denn sie ist kein ausgewiesenes Badegewässer, und Untersuchungen zeigen, dass die Grenzwerte für die bakterielle Belastung immer wieder überschritten werden, besonders nach Starkregen durch Mischwasserüberläufe. Verzichte deshalb nach heftigem Regen ein bis zwei Tage auf das Bad in der Elbe. Wer trotzdem hineingeht, sollte den Kopf nicht untertauchen und offene Wunden meiden.